Der Verein

Der Verein übt einmal pro Woche in der Turnhalle in Eller. Man schießt dort auf einer Übungsdistanz von einer Bogenlänge auf Makiwara (runde Strohballen) – die traditionellen Ziele. Als größere Distanz sind in der Halle 20 m zum Schießen auf Mato möglich.

Derzeit haben wir kein Außengelände. Wenn das Wetter dies gestattet, finden auch Übungstermine in einem privaten Garten statt oder nach Absprache auf dem Gelände des Düsseldôjô am Aderdamm in Düsseldorf Flehe.

Interessenten und Zuschauer sind bei unseren Übungen jederzeit willkommen.

Der Düsseldorfer Verein unterrichtet den Kyudo-Stil der Shibata-Linie gemäß der Bishu-Chikurin-Schule und hält stetigen Kontakt zu dem Meister Shibata Kanjuro XXI. Gegründet wurde er im Januar 2002 auf Initiative von Dr. Walter Dmoch.

Als der Altmeister Kanjuro Shibata XX. Sensei erfuhr, daß Düsseldorf an einem großen Fluß liege, in den viele kleinere Flüsse münden, sprach er: „Das ist ein guter Ort, dort ist viel Kami!“ Daraufhin nahm er Papier, Tusche und Pinsel und schrieb eine Kalligrafie. „Euer Verein heißt von nun an ‚Hôko’“ meinte er. Die Zeichen ‚Berg’ und ‚Spitze’ in Verbindung mit ‚Tiger’ bedeuten im übertragenen Sinn ‚würdevolle Tiger’.

Seither verwenden wir diese Tusche-Kalligrafie neben dem Kyûdô-Zeichen unseres Vereins: Der Kyûdôschütze, der vor einer Pflaumenblüte steht. Die fünf Blütenblätter symbolisieren zugleich die fünf Buddhafamilien und sind Teil des Familienwappens der Shibata-Linie.

Hoko Kyudo Kalligrafie

Der Geist von Hôko ist geprägt von Übungsdisziplin und meditativem Interesse; er folgt in der eigenen Übungspraxis der Lehrtradition von Shibata, doch hat er auch mit anderen Kyûdô-Stilen Berührungspunkte: So übte der Vereinsgründer seit 1994 mit anderen Mitgliedern immer wieder im großen Dôjô des Alljapanischen Kyûdôbundes (Tôkyô) und studierte zusammen mit wechselnden Vereinsmitgliedern bis heute die Unterrichtsmethodik verschiedener Kyûdômeister in Japan. Anläßlich alljährlicher Japanreisen besuchen einige Mitglieder regelmäßig den in Osaka lehrenden Prof. Stein (Nara), Autor des ersten deutschen Buches über das meditative Kyûdô (Die Kunst des Bogenschießens: Kyûdô) sowie den Zenmeister Suhara Kôn Sensei im Enma Dôjô des Enkakuji (Kamakura), mit dem sie täglich Kyûdô üben konnten. Ebenso hält der Verein Verbindung zu Kyûdôjô in Kusatsu onsen, Yudanaka, Fujiyoshida, dem Lehrstuhl für Kyûdô an der Tsukuba-Universität und der Tohoku-Universität, Nagoya-Universität sowie anderen Dôjô, bei denen wie willkommen sind. Regelmäßig besuchen Vereinsmitglieder auf Reisen nach Japan ihren Bogenlehrer Shibata XXI. in Kyôto.

Diese Kontaktpflege dient neben dem kulturellen Austausch und der Völkerverständigung auch der Pflege des traditionellen Brauchtums, wie es erstmals durch Prof. Eugen Herrigel (1937) und durch Prof. Karlfried Graf Dürckheim (1964) nach Deutschland gebracht wurde. Zugleich verfolgt der Verein hierdurch der Völkerverständigung, zumal Kyûdô heute in Japan überwiegend als Sport aufgefaßt wird, während wir durch unsere Besuchstätigkeit Kyûdô als meditative Disziplin (Ritsu Zen = Zen im Stehen) auch bei den japanischen Gastgebern vertreten und Kyûdô als spirituelle Übungspraxis nach Japan reimportieren.

Shibata Zeremonie
Dr. Dmoch und Zenmeister Suhara Kon Sensei

Der Verein übt einmal pro Woche in der Turnhalle in Eller. Man schießt dort auf einer Übungsdistanz von einer Bogenlänge auf Makiwara (runde Strohballen) – die traditionellen Ziele. Als größere Distanz sind in der Halle 20 m zum Schießen auf Mato möglich.

Derzeit haben wir kein Außengelände. Wenn das Wetter dies gestattet, finden auch Übungstermine in einem privaten Garten statt oder nach Absprache auf dem Gelände des Düsseldôjô am Aderdamm in Düsseldorf Flehe.

Interessenten und Zuschauer sind bei unseren Übungen jederzeit willkommen.